Deviant Login Shop  Join deviantART for FREE Take the Tour
×

:iconlonlyantelope: More from LonlyAntelope


More from deviantART



Details

Submitted on
October 31, 2012
File Size
8.5 KB
Link
Thumb

Stats

Views
65
Favourites
7 (who?)
Comments
10
Downloads
1
×


Creepy Halloween

Es war mal wieder so weit, der 31. Oktober war da, Halloween. Früher waren wir als Kinder durch die Straßen gezogen, um Süßigkeiten zu sammeln. Heute stellte Halloween einen weiteren Grund dar uns zu treffen, etwas zu Trinken und Spaß zu haben. Wir trafen uns dieses Jahr bei Kathi. Sie war seit ich denken konnte meine beste Freundin und da wir alle bereits aus der Schule heraus waren und uns nicht mehr jeden Tag sahen freute ich mich schon sehr darauf die anderen mal wieder zu treffen.
Ich schnappte meine Handtasche und sah nach, ob sich Portmonee, Personalausweis und die Flasche Wodka darin befanden, die ich für den Abend mitbringen sollte. Alles da. Ich stürmte aus der Tür, schloss ab und lief in aller Eile zum Auto. War das vielleicht kalt hier draußen. Der erste Schnee fiel bereits vom Himmel und die dichten Wolken verdeckten Mond und Sterne, sodass ich kaum etwas in der Finsternis erkennen konnte. Dazu kam noch der kalte Nebel, der vom Boden aufstieg.  Wie immer hatte ich mich in der Zeit verschätzt und war viel zu spät dran. Als ich endlich im Auto saß und der alte Ford KA, den ich fuhr, stotternd ansprang trat ich aufs Gas. Im Eiltempo raste ich über die Landstraße, die zwei Dörfer weiter direkt an Kathis Wohnung vorbei führte, als plötzlich etwas über die Straße huschte. Erschrocken fuhr mein Fuß zur Bremse, doch kurz bevor ich diese durchtreten konnte war es auch schon wieder verschwunden. So setzte ich meine Fahrt ohne weitere Zwischenfälle fort. Was mochte das wohl gewesen sein? Es war ziemlich groß… vielleicht ein Reh? Ich verwarf den Gedanken, würde ich es doch eh nichtmehr erfahren. Zum Glück hatte ich es nicht umgefahren, denn bei dem Nebel hatte ich es zu spät entdeckt. Ich hasste Nebelfahrten!

Fünf Minuten Später stand ich endlich vor Kathis Haus und quetschte mein Auto in die kleine Parklücke neben ihrem Polo.
Ich klingelte und als sie mir die Tür öffnete konnte ich die anderen schon hören. Die Hitze aus der Erdegeschosswohnung  schlug mir entgegen. Ich trat ein, umarme meine langjährige Freundin und dann nacheinander alle anderen, die sich ebenso freuten mich mal wieder zu sehen. So vergingen einige Stunden. Wir schwatzten, tauschten den neusten Klatsch und Tratsch aus und hatten Spaß. Den Vorfall mit dem Reh, oder was es auch immer gewesen war hatte ich schon wieder vollkommen vergessen. Der Teil, der nun leeren Flasche Wodka und noch einige andere Getränke mit einem gewissen Alkoholgehalt, die ich mir einverleibt hatte, vernebelten mir leicht die Sinne. Wir alle waren bereits leicht angeheitert,  aber das war nicht schlimm. Es war mit Kathi abgeklärt, dass wir alle bei ihr übernachten würden, also musste keiner von uns mehr mit dem Auto fahren.

Plötzlich meinte Mareike: „Hey Leute. Ich könnte jetzt etwas frische Luft gebrauchen. Was haltet ihr von einem kurzen Spaziergang?"
„Ja, das ist eine  gute Idee. Ich bin mir sicher Rex würde sich auch noch über eine kleine Runde Freuen." Rex war Kathis kleiner Dackel. Seit sie die kleine Fußhupe hatte machte ich mich schon über den Namen lustig, doch diesmal verkniff ich mir einen Kommentar. Kaum hatte sie den Namen des kleinen Hundes ausgesprochen kam er auch schon angerannt und  fing an zu bellen, als er sah, dass sie die Leine holte.

Wieder schlug mir die kalte Luft des nahenden Winters entgegen und ich fröstelte leicht.  „Ziemlich kalt heute.", meinte Jonas und vergrub seine Hände in den Jackentaschen. Ich sah ihn an und nickte: „Ja, das habe ich schon vorhin überlegt, als ich hierhergekommen bin."  Kathi grinste uns beide an und meinte:  „Seid nicht solche Weicheier, es ist überhaupt nicht kalt." Sie hatte ihre Jacke nur übergeworfen, den Reißverschluss jedoch nicht zugezogen. Kein Wunder, sie hatte auch den höchsten Alkoholpegel von uns allen und wie jeder wohl weiß wärmt Alkohol. Ich beließ es bei einem Zurückgrinsen als Antwort und Jonas tat es mir gleich. „Na ihr beide seit euch ja einig, hab ich da etwa was verpasst", meinte Kai und Machte eine anrüchige Geste.
„Eifersüchtig?", ich sah ihn verführerisch an und klammerte mich dann an seinen rechten Arm. Er sah mich verwirrt an, weil er so etwas von mir nicht gewohnt war. Dann tätschelte ich ihn leicht tadeln auf den Hinterkopf, ließ ihn wieder los und meinte lachend: „Hättest du wohl gerne." Alle brachen in Gelächter aus.  

Wir gingen Kathis übliche „Hunderunde", wie sie es immer nannte. Direkt durch den Wald, der sich an den kleinen Ort schmiegte, in dem sie wohnte. Noch immer war es neblig und auch hier im Wald hatte sich der Nebel breit gemacht, ja wurde sogar noch dichter als unter freiem Himmel. „Hier sieht man ja die Hand vor Augen nicht mehr!", meinte Mareike und Kai erwiderte mit tiefer und betont düsterer Stimme: „Na, Angst? Pass nur auf, dass der böse Werwolf nicht gleich aus dem Nebel gesprungen kommt und dir das Fleisch von den Knochen reißt!" Er grinste. „Wenn, dann frisst er eh zuerst dich, an mir ist doch nix dran.", Mareike knuffte ihn lachend in die Seite.
Hinter uns knackte es im Gebüsch und ich fuhr unwillkürlich leicht zusammen, doch das bemerkte zum Glück niemand, es wäre mir peinlich gewesen. Die anderen schienen es nicht bemerkt zu haben, nur Rex fing auf einmal an zu bellen. „Was ist denn los mein kleiner? Nun hör schon auf zu bellen.", versuchte Kathi ihn zu beruhigen, doch es gelang ihr nicht. „Aus!", fuhr sie Rex nun an, doch dieser stellte das Bellen einfach nicht ein, im Gegenteil. Es wurde immer lauter, wurde nun fast ängstlich.  Wieder knackte es hinter uns und ein Stöhnen drang an mein Ohr.  „Ist da jemand? Sind sie vielleicht verletzt?", fragte Kai in die Dunkelheit. Eine schwarze Katze huschte quer über den gefrorenen Waldboden und ich zuckte erneut, nun deutlich heftiger zusammen und Mareike packte meine Hand. Sie schien sich noch mehr erschrocken zu haben und ich drückte nun ihre Hand, um sie zu beruhigen. „Hallo? Ist da jemand? Bitte antworten sie!", diesmal war es Kathi, die fragte. Ein weiteres Stöhnen war die Antwort darauf. „Vielleicht liegt jemand verletzt im Wald. Wir sollte nachsehen." Kaum hatte er die Worte ausgesprochen rannte Kai auch schon zwischen die Bäume. Um ihn im Nebel nicht zu verlieren liefen wir ihm hinterher. „Ich hab ein ganz ungutes Gefühl bei der Sache.", sagte ich zu Mareike. „Ja, ich habe auch Angst, aber stell dir mal vor da liegt wirklich jemand verletzt im Wald. Dann ist er morgen Früh tot, erfroren und wir hätten ihm nicht geholfen." Ja, da hatte sie recht, trotzdem konnte ich nur einen unglücklichen Blick zu Stande bekommen. Das Stöhnen wurde lauter und kam nun auch in kürzeren Abständen. Auf einmal war Jonas neben mir. „Schnell, sonst verlieren wir Kathi und Kai aus den Augen." Er hatte recht, die Beiden waren schon ein ziemliches Stück vor uns und nur noch als leichte Schemen zu erkennen. Wir hatten die Beiden fast eingeholt, als Kathi abrupt anhielt und dann eine Sekunde später auch Kai wie angewurzelt stehen blieb. Ich folgte ihren Blicken und entdeckte eine verwitterte alte Hütte und zwei Grabsteine davor. Der Zahn der Zeit hatte bereits an diesen beiden Steinen genagt und man konnte kaum noch die Inschriften erkennen.  „Ich habe gar nicht gewusst, dass es hier eine alte Hütte und Gräber gibt.", flüsterte Kathi und ein Zittern lag in ihrer Stimme. Mein Atem ging schneller und meine knie wurde schwach vor Angst. Aus welcher Richtung waren wir gekommen? Wie sollten wir zurück zu dem Waldweg finden?  „Was ist das hier?", als Kai sich zu uns umgedreht hatte weiteten sich seine Augen vor Schreck und sein Mund blieb offen stehen ohne, dass auch nur ein Laut daraus drang. Ich wollte ihn fragen, was los sei, als das Stöhnen direkt an meinem Ohr erklang. Es hallte in meinem Kopf, wieder.
Meine Gedanken rasten, als ich mich langsam zu dem Geräusch umdrehte. Mein Verstand verbot mir, es an zu sehen, doch ich konnte es nicht verhindern. Wie von selbst drehte sich mein Gesicht zu dem unheimlichen Laut und dann erstarrte ich in der Bewegung. Sein Gesicht war so dicht vor meinem, dass sich unsere Nasen fast berührten. Sein Atem roch faulig und der Geruch raubte mir den Atem. Wieder stöhnte es und mein Schrei zerriss die Stille und brach den Bann meiner Erstarrung. Ich drehte mich, wollte davonlaufen und prallte gegen ein weiteres dieser Kreaturen. Sie waren überall um mich herum und kamen immer näher.
Sorry just in german
______________________________

Hey leute ^^ hab diesmal eine kleine Halloween-Gruselgeschichte geschrieben xD
Ich hoffe sie gefällt euch ^^ Das kleine Bildchen hat eig nix mit der Geschichte zu tun, das hab ich unabhängig davon für Halloween allgemein gemacht und das git es dann auch nochmal in groß ^^

Lg eure Lonly :)
Add a Comment:
 
:iconissura:
Issura Nov 11, 2012  Hobbyist Traditional Artist
Wow, das ist mal eine tolle Gruselgeschichte! =) *_* Du hast sie richtig schön spannend geschrieben. Ich war total gefesselt von ihr.

Eine Kurzgeschichte zu verfassen ist keine leichte Sache, denn es gibt bestimmte Punkte, die sie erfüllen muss. ^^ Aber es macht auch riesen Spaß an solch einer zu arbeiten! Du hast es auf jeden Fall toll gemeistert. ;)
Vor allem das Ende ist der Hammer. xD Das hat mir aufs neue gezeigt, wieso ich nicht alleine in einem Wald sein möchte. xD

Eine wirklich schöne Idee für Halloween. :pat: Freue mich schon, wenn du eine nächste Kurzgeschichte verfassen würdest. :meow:
Reply
:iconlonlyantelope:
LonlyAntelope Dec 8, 2012  Hobbyist General Artist
Ja :D
Freut mich, dass sie fesselnd war :D

^^ Ja ich schreibe meist Kurzgeschichten (hab schon ´ne richgtige kleine Sammlung auf meinem Lapi ^^; )
xD ja...

die wird bestimmt kommen ^^
Reply
:iconissura:
Issura Dec 10, 2012  Hobbyist Traditional Artist
:D Wie cool! Ich bin eher der Typ für lange Geschichten, Kurzgeschichten sind mir meistens vom Format her etwas zu kurz. =D Aber ich finde es gut, dass dir sowas liegt! ^^

Das ist super *O*
Reply
:iconlonlyantelope:
LonlyAntelope Jan 3, 2013  Hobbyist General Artist
Naja... ich wünschte ich könnte mal ein bissel was längeres schreiben, aber es klappt einfach nicht...

^^
Reply
:iconissura:
Issura Jan 4, 2013  Hobbyist Traditional Artist
Ja, so ne längere Geschichte erfordert viel Arbeit, vor allem, was die Handlung und so betrifft. ^^; Ich merks schon extrem an meiner Geschichte, die seit gestern übrigends ein Kapitel reicher ist. ^^
Reply
:iconlonlyantelope:
LonlyAntelope Jan 13, 2013  Hobbyist General Artist
Naja ja eben und mir gehen iwann immer die Ideen aus ^^;
Uiiii gleich mal gucken ^^
Reply
:iconissura:
Issura Jan 17, 2013  Hobbyist Traditional Artist
:D Also ich bin noch vollgepackt mit Ideen für A hard another life. ^^ Allerdings finde ich es schwer, die Handlungsstränge zusammen zu führen, damit eine einigermaßen verständliche und nachvollziehbare Geschichte draus wird. ^^
Viel Spaß beim Lesen! :huggle:
Reply
:iconokiro13:
Uih wow die Geschichte finde ich echt klasse. Schade, dass ich sie nicht an Halloween gelesen habe!
Das Ende ist so schön gruselig. Als der Schatten schon vor das Auto sprang habe ich was geahnt. Na wer hätte das nicht?
Du hast einen interessanten Schreibstil, den ich sehr mag. Du zeigst das alles sehr schön auf und der Leser versteht die Kurzstory.
Du erwähnst alles Wichtige und das ist sehr schön! Auch wie du langsam ins spannende übergehst ist echt klasse.
Ich mag die Geschichte und ich finde auch, dass das Cover gut passt. Es hat ja eine Katze damit zu tun.
Auf deinem Bild sieht es so aus, als sei sie der Überbringer vom Bösen... tja in gewisser Weise ist sie das auch in der Geschichte. Die huschende Katze =D
Ich mag es! Klasse geschrieben.
Reply
:iconlonlyantelope:
LonlyAntelope Nov 8, 2012  Hobbyist General Artist
Dankeschön :hug:

Haha das war der Sinn der Geschichte, dass es gruslig wird ^.^
Haha ja mit dem "Reh" und der Katze hab ich ein paar "falsche Fährten" gelegt :D

Freut mich sher, dass dir mein Schreibstiel gefällt <3

Jaa... eine Katze ist mit drein, da hast du allerdings Recht ^^
wenn du es so sagst... ja dann kann man das cover mit der Story verbinden ^^

Danke nochmal :glomp:
Reply
:iconokiro13:
Bitteschön!

Falsche Fährten bei der der Leser, sehr neugierig wird. XD

Natürlich gefällt mir dein Schreibstyl. ;)

Bitteschön :hug:
Reply
Add a Comment: